World Cup 2012 - DTSKF

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World Cup 2012

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Bericht zum 2. Welt – Shoto – Cup 2012 in Cebu / Philippinien in der Zeit vom 08.-11.11.2012

In dem o.g. Zeitraum fand auf den Philippinien in der Stadt Cebu im Waterfronthotel der 2. Shoto – Welt – Cup statt. Hierzu stellte die DTSKF ein Team auf und reiste zu den Philippinischen Inseln. Die Delegation bestand aus: Frank Pinnig / SGF Athlet Dorian Hartmann / SGF Athlet Ramona Müller / VTKB Athlet Christian Büttner / VTKB Athlet Jan Bösecke / VTKB Athlet Lothar Pietzschmann / SCB III Coach / Kampfrichter Michael Bock / DTSKF Delegationsleiter und Repräsentant / Kampfrichter Am Samstag, 03. November 2012, brachen wir zu diesem Abenteuer auf und trafen uns am Ostbahnhof. Mit dem ICE fuhren wir nach Frankfurt / a.M. und trafen dort auf Christian Büttner, der aus Bochum zu uns stieß. Weiterhin trafen wir auf unsere Freunde aus der Schweiz, Gigi und Danny La Rose.

Mit dem Flieger, einer riesigen Boing, flogen wir bis Seoul / Korea, wo wir 8 Stunden Aufenthalt hatten. Aber wir nutzten die Zeit, und mit dem kostenfreien Unternehmen Hana – Tours fuhren wir mit einem Bus nach Incheon. Dieser Weg führte vom Flughafen über die Incheon-Brücke nach Incheon-City. Dort besuchten wir das Kultur – Zentrum und konnten in einem 4 D – Film sehen, wie sich Südkorea weiter entwickeln wird. Anlässlich der Asien – Games werden ganze Stadtteile neu errichtet und in Kürze aus der Erde `gestampft`. Davon konnten wir uns selbst überzeugen; dass war schon sehr beeindruckend. Vielleicht können ja auch mal unsere Flughafenbauer und dessen Aufsichtsrat nach Korea schauen und sich davon überzeugen, was man in Kürze schaffen kann. Die Tour führte uns weiter zum Tempel Heungryunsa, wo wir trotz schlechtem Wetter schon ein asiatisches Flair bekommen konnten. Dann fuhren wir zum Flughafen zurück und konnten uns auf unseren nächsten Flug vorbereiten.

Ich glaube es ging allen Reiseteilnehmern gleich; dass wir die asiatische Gastfreundlichkeit und Höflichkeit schon mit der Landung in Korea und natürlich auf dem Flug mit Asiana – Airline kennen lernen durften. Weiter ging der Flug nach Cebu, ein eher durchschüttelnder Flug der nach 4,5 Stunden endete. Dann wurden wir in unser Hotel „Radisson Blue Hotel“ verbracht, wo wir die nächsten 3 Tage zum Akklimatisieren und zum leichten Training nutzten. Natürlich haben wir die Umgebung erkundschaftet und suchten neben den Einkaufsmöglichkeiten einen taoistischen Tempel und auch die Küste zum Baden auf.

Am Mittwoch, 07.November 2012, wurde es dann ernst und wir zogen in das 3 km weiter gelegene „Waterfronthotel“ um. Dieses 5 Sternehotel übertraf nicht unser erstes Hotel, war aber äußerst komfortabel. Hier trafen wir auch schon die ersten Bekannten aus den Sommercamps.

Das Vorbereitungstraining bei Sensei TAKAHASHI und Shihan YAGUSHI war schon die Einstimmung auf den Wettkampf. Das Training und die Kampfrichterausbildung und Prüfung fand ebenfalls im Hotel statt.

Sensei Lothar PIETZSCHMANN stellte sich der 1. internationalen Kampfrichterprüfung und konnte erfolgreich die Prüfung „D“ bestehen.

Am Samstag, 10. November 2012, war es dann soweit. Der Wettkampf begann pünktlich und war logistisch sehr gut vorbereitet. Auf vier Wettkampfflächen wurden die verschiedenen Altersgruppen abgearbeitet. Die größten angereisten Mannschaften waren zweifelsohne Australien, Canada, USA und Südafrika. Sie machten sicherlich schon 200 Wettkämpfer aus.

Dann zogen unsere Wettkämpfer ins Feld.

Ramona Müller unterlag in der Disziplin: Kata ganz knapp und im Kumite war die erste Begegnung eine sehr schnelle Rivalin. Leider haben die Kampfrichter nicht gesehen, dass der Mawashi – Geri durch Ramona geblockt wurde, aber es sollte eben nicht sein.

Jan Bösecke, auch genannt „The Bad Corner“, konnte sich in Kata nicht durchsetzen und im Kumite war halt der Gegner auch ein wenig schneller.

Das gleiche musste auch Dorian Hartmann feststellen. Aber es sind Erfahrungswerte.

Christian Büttner kam in Kata zwei Runden weiter und verpasste den Einzug in das Finale nur knapp. Auch der Kumite-Kampf ist knapp ausgefallen. Auch hier sollte der Sieg nicht nach Deutschland gehen.

Ganz anders lief es bei Frank Pinnig. Kurze, schnelle Gyaku – Zukis brachten Frank nach schon zwei Kämpfen in das Finale. Im Finale am Sonntag lief es genauso gut an. Der erste Kampf um Platz 1 nach ein paar Sekunden entschieden; dann leider ein Fehler! Frank drehte für nur einen kurzen Moment dem Gegner aus Canada den Rücken zu, was der sofort ausnutzte. Ein Zuki an den Hinterkopf wurde für Canada mit einem Ippon belohnt. Aber einen 2. Platz, einen Vizeweltmeister-Titel hatten wir noch nicht in der ISKF. Gratulation an Frank! Somit brauchen wir über Kata nicht weiter zu sprechen.

Dann kam auch schon unser Flug in Richtung Heimat. Wieder flogen wir mit Asiana - Airline über Korea - wieder nach Seoul. Dieses Mal hatten wir aber nur 5 Stunden Aufenthalt. Aber Michael Bock kam doch die Idee: „lasst uns schnell in das Zentrum der Stadt Seoul fahren und ein paar Bilder machen“.

Die Erkundigungen hatte ich auf dem Hinflug schon eingeholt und los ging es. Aus dem Flieger raus, schnell zur Schnellbahn, zuvor natürlich ein Ticket gezogen, sonst wäre man gar nicht zum Bahnsteig gelangt. Rein in den Zug und erst einmal setzen. Nun kam eine wunderschöne Fahrbegleiterin und begrüßte die Fahrgäste mit einer Verbeugung und begann dann jeden Fahrgast nach seinem Ticket zu fragen, dazu natürlich wieder das asiatische Lächeln und Verbeugung. Diese Prozedur in der U – Bahnlinie 8 (nach Lothar Pietzschmann) würde einen direkt in die Nervenklinik bringen, weil man den Kontrolleur für „nicht zurechnungsfähig“ erklären würde... Egal, nach einer Fahrt von 45 min geschafft. Der Unterzeichner mit Karte vorne weg; es war kein Spaziergang, wir sahen bestimmt aus, wie auf der Flucht und so bewegten wir uns auch. Fast im Laufschritt machten wir Fotos. Unser Schweizer Danny sagte immer und immer wieder: „wir können noch weiter ins Zentrum bis zum Kaiserpalast“, aber wir mussten an den Rückweg denken! Die letzten 500 m nahmen wir im Laufschritt, gerade noch die Schnellbahn zurück geschafft, dann zum Gate, der Flieger stand schon bereit und der Flug nach Hause auch.

In Frankfurt / a.M. verabschiedeten wir uns von unseren Schweizer Freunden, und dann fuhren wir mit dem ICE nach Berlin zurück.

Diesen Trip und diese Meisterschaft, am anderen Ende der Welt, werden wir wohl nicht vergessen. Bilder haben wir genug und neue Ideen für die Arbeit im Verband in den Köpfen.

Danke an Ramona, die unsere Reise super vorbereitet hat und viel Zeit verwenden musste. Ebenfalls Danke an die Athleten und Kampfrichter, die ihr Bestes gaben und Danke an Frank, der uns zeigte, dass man egal wie alt man ist, noch Hochleistungen vollbringen kann! Euer

Präsident und Sensei

Michael Bock
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